Bürtengrabenquellen

Die drei Bürtengrabenquellen liegen in der Kerbe des Bürtenbaches beim Felseinschnitt in 790 m Höhe. Sie sind Karstquellen mit starkem Anstieg der Schüttung nach Regenfällen. Vor allem die Quellen 2 und 3 reagieren innerhalb weniger Stunden auf Regenfälle. Generell steigt deren Schüttmenge innerhalb von 1-2 Tagen nach Regen von mehr als etwa 15 mm an.
Die Abbildung zum langfristigen Quellverhalten zeigt die mittleren und minimalen monatlichen Schüttungen der Messperiode 2004-2017. Die Unterschiede der drei Quellen werden sofort deutlich. Die mittlere Schüttung der Quelle 1 ist äusserst konstant. Der Unterschied zwischen dem ertragreichsten Monat (April) und den ertragsärmsten Monaten (Oktober und November) beträgt lediglich 18 %. Die Quellen 2 und 3 schwanken im Jahresgang viel stärker (Unterschiede in der Schüttung von 100-200 %). Die drei nahe beieinander liegenden Quellen sind also zwei verschiedenen Quelltypen zuzuordnen:

- Quelle 1 wird als Überlaufquelle von einem „Grundwassersee“ im Kalkfels gespeist, der sich in der Mulde der Effinger Mergel anstaut. Hier fliesst also in erster Linie langsames Karstwasser aus dem Berg. Auf Grund der Lage und Erstreckung im Einzugsgebiet kann das Gesteinsvolumen dieser Muldenstruktur auf ca. 20 Mio m3 geschätzt werden. Bei einem angenommenen Hohlraumanteil im verkarsteten Kalk von mindestens 1 % umfasst das eingelagerte Karstgrundwasservolumen vorsichtig geschätzt rund 200‘000 m3. Diese grosse Reserve erklärt die sehr konstante Schüttung.

- Die Quellen 2 und 3 sind ebenfalls Überlaufquellen, jedoch mit stärkerem Einfluss durch schnelles, von oben zufliessendes Karstwasser und besonders starkem Kontakt zu den weiter oben liegenden Bachsohlen.

Schüttungen im Trockenjahr 2018

Das oben beschriebene Verhalten kann auch im trockenen Jahr 2018 nachvollzogen werden, in dem die Regenmengen im Sommerhalbjahr nur 82 % der Norm erreichten und davon ein Viertel als rasch abfliessende Starkregen fielen. Alle drei Quellen unterschritten von September bis November das 2004-2017 gemessene Minimum, Quelle 1 und 3 jedoch nur um wenige Liter. Die Karstgrundwasserreserve liefert also auch in extremen Sommern ein sehr konstantes Minimum, welches sogar für den Spitzenbedarf der Gemeinde gut ausreicht.

Die Bürtengrabenquellen Foto: Thomas Mosimann
Die Bürtengrabenquellen
Foto: Thomas Mosimann
Ein Blick in die Quelle Foto: Werner Lüthy
Ein Blick in die Quelle
Foto: Werner Lüthy
 
 
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